Auf dem Weg zum Unterrichtsbesuch #1

Donnerstag, 10.09.2009 | Kategorie: Unterrichtspraktische Übung, Wirtschaftslehre | Tags: ,

It’s a long and winding road: Am 25.09. habe ich einen Unterrichtsbesuch im Fach Wirtschaftslehre. Der Countdown beginnt jeweils ca. zwei Wochen vorher, also: jetzt. Zeit für eine Dokumentation.

In jedem Fach habe ich zwei Besuche, die ich auf die Schulformen aufteilen muss. Da der erste Besuch an der Berufsschule stattfand, ist nun also das Wirtschaftsgymnasium dran. Welche Klasse nimmt man nun? Die Wahl wird durch organisatorische Gründe bestimmt: 11. Klasse: Die müssen sich noch selbst finden, da will ich nicht mit einem Besuch stören. 13. Jahrgang: Am Freitag findet kein WL-Kurs statt und im Kurssystem würde ich Schüler aus ihren anderen Kursen reißen. Fällt also auch raus. Bleibt nur die 12. Klasse (seit diesem Jahr auch im Klassen- statt im Kurssystem). Unter den drei 12. Klassen fällt dann die Wahl leicht: Ich nehme die Klasse, die ich auch in Deutsch unterrichte. Die kenne ich zwar erst seit zwei Wochen, aber das ist immerhin mehr als bei den anderen zwölften Klassen. Damit ist schon ein wichtiger Punkt erledigt.

Das war am Montag. Der Mentor, die Schulleitung und die Fachlehrerin sind einverstanden.

Weiter ging es mit der Abstimmung der Stunden: Wenn zwei Referendare eines Fachs an einer Schule sind, haben sie den Unterrichtsbesuch am gleichen Tag. Zwischen den Besuchen sollen 2 bis 3 Stunden liegen, in denen die Nachbesprechung des ersten Besuchs stattfindet. Kurze Abstimmung: Ich bin früh dran. Da ich immer eine Vorlaufstunde mache, bin ich also in der zweiten Stunde dran. Die Schulleitung lässt uns da freie Hand, wir brauchen nur unsere Wünsche zu äußern und der Rest wird organisiert. Andere Schulen machen da Vorgaben, in welcher Stunde und mit welcher Klasse der Besuch stattfinden muss. Das ist ein toller Service an unserer Schule.

Gestern dann habe ich mir den rechtlichen Rahmen, also Lehrplan und Stoffverteilungsplan, angesehen und mir ein Thema ausgedacht. Die Klasse steckt mitten in der Materialwirtschaft, genauer im Bereich der Beschaffung. Eine zentrale Frage dort ist die Lagerhaltung: Soll das Unternehmen ein Lagersystem aufbauen oder auf Just-in-Time-Anlieferung setzen? Das soll das Thema werden.

Heute folgte nun die Abstimmung mit der Fachlehrerin. Die Klasse hat die Lagerwirtschaft schon behandelt, ich werde mich also im Vorlaufunterricht noch um Just-in-Time kümmern. Die Abstimmung ist wichtig, damit der Vorlaufunterricht keine Überschneidungen mit dem bisherigen Unterricht hat und der Lernstand der Klasse richtig eingeschätzt wird.

Als nächstes kommt nun die Planung des Vorlaufunterrichts, das Schreiben des Unterrichtsentwurfs und die Orga-Planung. Die Klasse muss Vertretungsunterricht an diesem Tag bekommen, der Mentor muss für Besuch und Nachbesprechung ausgeplant werden, die Raumfrage muss für den Besuch selbst und die Nachbesprechung geklärt werden. Mir wird also nicht langweilig.

Was bisher geschah:
Montag, 07.09.09: Wahl der Klasse, Information an Mentor, Schulleitung, Fachlehrerin
Dienstag, 08.09.09: Abstimmung mit dem Ko-Referendar, wer in welcher Stunde dran ist.
Mittwoch, 09.09.09: Information über Lernstand und rechtlichem Rahmen
Donnerstag, 10.09.09: Abstimmung mit der Fachlehrerin


Die restliche Seminarwoche

Sonntag, 09.11.2008 | Kategorie: Hauptseminar, LI | Tags: ,

Das Artikulationsschema nach Grell/Grell stand im Mittelpunkt des Seminars. Auf den ersten Blick nur ein Artikulationsschema nach dem Klassiker Einstieg – Erarbeitung – Sicherung – Ende, jedoch ist es mehr: Die Information wird mit einer Erfahrung verknüpft, so dass die Information besser verarbeitet werden kann. Zusätzlich ein Plädoyer für den informativen Unterrichtseinstieg. Keine gekünstelte Motivation, keine Effekthascherei – sehr sympathisch.
Auf den ersten Blick vermisse ich die Schüler- und Handlungsorientierung, aber als Nummer-Sicher-Unterrichtsplanung ist es sicher hilfreich.

Sonst gab es nicht viel, außer Motivations- und Selbstreflektion. Und Fragen Fragen Fragen. “Habe ich richtig verstanden, dass.. ?” Ja, hast Du.

Weiter ging es im Fachseminar.