Ende in Sicht
Eingefallene Gesichter, allgemeine Erschöpfung, Termindruck, Stress in der Schule oder zu Hause.
Aber in drei Monaten sind 8,5 Jahre Ausbildung zu Ende.
Eingefallene Gesichter, allgemeine Erschöpfung, Termindruck, Stress in der Schule oder zu Hause.
Aber in drei Monaten sind 8,5 Jahre Ausbildung zu Ende.
So, zwei Tage zum nachdenken und verdauen sind um.
Zum Glück war die Kritik in der Nachbesprechung so konstruktiv, dass ich daraus etwas lernen kann. Nochmal der grobe Stundenablauf:
Die Kritikpunkte en detail:
Es läuft also auf eine falsche Planung und darauf aufbauend auf einen schlechten Unterrichtsverlauf hinaus. Und ich muss sagen: Ja, stimmt. Hätte ich alles besser machen müssen und können. Alle Kritikpunkte sind berechtigt. Ich weiß auch, dass ich es besser kann, habe es aber nicht richtig gemacht. Besonders unkonkrete Problemstellung sprang mir schon in der Stunde ins Auge, die Schüler konnten da gar nicht mehr rausholen.
Ich beziehe auch alle Fehler bewusst auf mich und meine Planung. Die Schüler waren sehr lieb und haben alles gegeben, um mich zu unterstützen. Meine Planung und meine Stunde waren schlecht. So und nicht anders.
Positiv stimmen mich zwei Punkte: Dass meine Lehrerpersönlichkeit sehr gelobt wurde (zwei Zitate Fachseminarleiter: “So weit wie Sie ist sonst keiner im Seminar” und “Ich schätze sie sehr”). Außerdem der Sieg vom HSV über Bayern.
“Gut, dass es nicht Ihre Lehrprobe war.”
Mehr demnächst.
Die Lehrproben sind ein Teil der Prüfung zum zweiten Staatsexamen und sind in jedem Fach einmal zu absolvieren. Eine Lehrprobe ist eine typische Vorführstunde.
Wir sind nun von unserem Hauptseminarleiter aufgefordert worden, uns um die Organisation der Lehrprobentermine zu kümmern. Die Ausbildung endet Ende April 2010, die Prüfungsphase beginnt zum Halbjahreswechsel am 01.02.2010, in dieser Prüfungsphase sollen die Lehrproben liegen. Dafür ist eine Menge zu beachten:
Mich schockt gar nicht die Menge an zu koordinierenden Vorgaben, sondern dass ich so auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werde. Zwar dauert das Referendariat noch gute acht Monate, allerdings wird mir gerade bewusst, dass diese acht Monate voller zusätzlicher Arbeit stecken. Nach dem schönen Start in das neue Schuljahr mit tollen Klassen und Kursen werde ich wieder auf den harten Boden der Realität heruntergeholt.
Ihr habt doch angefangen! Bei mir so:
1. Weckerklingeln um 4:55 Uhr in den Ferien
2. Pollen
3. Platte Fahrradreifen am Elbdeich
4. aktuelles Urheberrecht
5. eingehende Balkonpflanzen aka “der schwarze Daumen”
6. Radio Hamburg
7. Bettelbriefe von Bundestagskandidaten
8. Zukunftsangst
9. Gitarren mit kaputten Wirbeln
10. Gelb, das neue Pink.
Und bei Euch so?