Ende in Sicht

Sonntag, 07.02.2010 | Kategorie: Prüfung | Tags: , ,

Eingefallene Gesichter, allgemeine Erschöpfung, Termindruck, Stress in der Schule oder zu Hause.

Aber in drei Monaten sind 8,5 Jahre Ausbildung zu Ende.


Nach dem Unterrichtsbesuch #2

Sonntag, 27.09.2009 | Kategorie: Unterrichtspraktische Übung, Wirtschaftslehre | Tags:

So, zwei Tage zum nachdenken und verdauen sind um.

Zum Glück war die Kritik in der Nachbesprechung so konstruktiv, dass ich daraus etwas lernen kann. Nochmal der grobe Stundenablauf:

  1. Vorlauf: Die Schüler erarbeiten aus Texten die Argumente Pro/Contra von Just-in-Time-Produktion im Vergleich zur Lagerhaltung jeweils aus Sicht einer Abteilung, zB Controlling oder Logistik.
  2. Beginn des Besuchs: Eine Diskussion aus Sicht der Abteilungen mit Beobachtergruppen
  3. Präsentation der Argumente an der Metaplanwand unter Einbeziehung der Beobachtergruppen
  4. Bezug zur ABC-Analyse: Welche Güter sind besonders für Just-in-Time geeignet?

Die Kritikpunkte en detail:

  1. Die Diskussion war nicht problemorientiert, nicht pointiert genug. Wir haben einfach nur Pro und Contra abgespult, ohne dass eine Diskussion aufkam.
  2. Die Schüler wurden nicht genug eingebunden: Es haben die gleichen Schüler präsentiert, die auch diskutiert haben. Das war zwar von mir ausdrücklich verboten, allerdings konnte ich sie nicht umstimmen. Daraus folgte eine geringe Schülerorientierung.
  3. Die Beobachtergruppen wurden nicht einbezogen. Eigentlich sollten erst deren Argumente gehört und angepinnt werden und dann die Präsentationsgruppe ergänzen, in der Praxis war es jedoch andersherum. Die Argumente wurden einfach angepinnt und die Beobachtergruppe hat einfach abgenickt. Da hätte ich eingreifen müssen.
  4. Es setzte danach eine Diskussion über Just-in-Time ein. Die Diskussion war sehr interessant, ich hätte allerdings eine Frage aufgreifen müssen, die ich einfach nicht gehört habe: Ob es noch Lager bei Just-in-Time gibt. Die Beobachter meinen dabei herausgehört zu haben, dass die Schüler Just-in-Time nicht verstanden hätten. Dies hätte ich klären müssen. Hätte ich bestimmt, wenn ich die Frage gehört hätte.
  5. Der Bezug zur ABC-Analyse ist an sich eine gute Idee, allerdings hätte ich erst noch grundsätzliche Fragen klären sollen, statt dem Planungsraster Vorrang zu geben.

Es läuft also auf eine falsche Planung und darauf aufbauend auf einen schlechten Unterrichtsverlauf hinaus. Und ich muss sagen: Ja, stimmt. Hätte ich alles besser machen müssen und können. Alle Kritikpunkte sind berechtigt. Ich weiß auch, dass ich es besser kann, habe es aber nicht richtig gemacht. Besonders unkonkrete Problemstellung sprang mir schon in der Stunde ins Auge, die Schüler konnten da gar nicht mehr rausholen.

Ich beziehe auch alle Fehler bewusst auf mich und meine Planung. Die Schüler waren sehr lieb und haben alles gegeben, um mich zu unterstützen. Meine Planung und meine Stunde waren schlecht. So und nicht anders.

Positiv stimmen mich zwei Punkte: Dass meine Lehrerpersönlichkeit sehr gelobt wurde (zwei Zitate Fachseminarleiter: “So weit wie Sie ist sonst keiner im Seminar” und “Ich schätze sie sehr”). Außerdem der Sieg vom HSV über Bayern.


Nach dem Unterrichtsbesuch #1

Freitag, 25.09.2009 | Kategorie: Unterrichtspraktische Übung, Wirtschaftslehre | Tags:

“Gut, dass es nicht Ihre Lehrprobe war.”

Mehr demnächst.


Planung der Lehrprobentermine

Montag, 07.09.2009 | Kategorie: Hauptseminar, Prüfung | Tags: , , ,

Die Lehrproben sind ein Teil der Prüfung zum zweiten Staatsexamen und sind in jedem Fach einmal zu absolvieren. Eine Lehrprobe ist eine typische Vorführstunde.

Wir sind nun von unserem Hauptseminarleiter aufgefordert worden, uns um die Organisation der Lehrprobentermine zu kümmern. Die Ausbildung endet Ende April 2010, die Prüfungsphase beginnt zum Halbjahreswechsel am 01.02.2010, in dieser Prüfungsphase sollen die Lehrproben liegen. Dafür ist eine Menge zu beachten:

  • Wann ist welche Klasse da?
  • Möchte ich mit dieser Klasse eine Lehrprobe machen (das geht nicht bei allen, wir sagen dazu “die Klasse muss lehrprobentauglich sein”, mehr dazu in einem anderen Beitrag)
  • Kann ich mit dieser Klasse ein angemessenes Thema machen?
  • Stehen für die Lehrprobenklasse in dem Zeitraum Termine an (Zwischenprüfung, Klassenreisen, Präsentationen etc.)
  • Liegen die Lehrproben mit ausreichend Abstand zueinander, so dass man sich gut vorbereiten kann?
  • Mit welchen Fach möchte man starten?
  • Zieht man eine Lehrprobe vor die Winterferien (möglich in begründeten Ausnahmefällen)?
  • Welche Planung haben die anderen Referendare an der Schule, damit wir uns auf einen Tag einigen können?
  • Ist der Mentor da? (und nicht auf Klassenreise, Fortbildung etc.)
  • Kann die Schulleitung? (und ist nicht zu Seminaren, Fortbildung, Konferenzen etc.)
  • Hat die Fachseminarleitung des Unterrichtsfachs Zeit? (In der Praxis müssen sie immer können)
  • Was will ich überhaupt?

Mich schockt gar nicht die Menge an zu koordinierenden Vorgaben, sondern dass ich so auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werde.  Zwar dauert das Referendariat noch gute acht Monate, allerdings wird mir gerade bewusst, dass diese acht Monate voller zusätzlicher Arbeit stecken. Nach dem schönen Start in das neue Schuljahr mit tollen Klassen und Kursen werde ich wieder auf den harten Boden der Realität heruntergeholt.


10 Dinge, die es gerade nicht geben dürfte

Dienstag, 04.08.2009 | Kategorie: Und so. | Tags:

Ihr habt doch angefangen! Bei mir so:

1. Weckerklingeln um 4:55 Uhr in den Ferien
2. Pollen
3. Platte Fahrradreifen am Elbdeich
4. aktuelles Urheberrecht
5. eingehende Balkonpflanzen aka “der schwarze Daumen”
6. Radio Hamburg
7. Bettelbriefe von Bundestagskandidaten
8. Zukunftsangst
9. Gitarren mit kaputten Wirbeln
10. Gelb, das neue Pink.

Und bei Euch so?


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