Man kann die Welt in zwei Gruppen einteilen. Männer und Frauen. Fruchtig und cremig. Rock und Hose. Steher und Tänzer.
Und Zettel-mit-beschriebenen-Rückseiten-Nutzer und Zettel-mit-beschriebenen-Rückseiten-Hasser.
Zettel-mit-beschriebenen-Rückseiten-Nutzer sind flexibel. Sie können die Rückseite ignorieren und sich auf die Vorderseite konzentrieren. Sie führen eine Zweitverwertung des Zettels durch, indem sie die freie Seite für Notizen oder anderes Geschriebenes nutzen.
Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Wenn ich einen Zettel bekomme, dessen Rückseite mit etwas beschrieben oder bedruckt ist, was nichts mit der Vorderseite zu tun hat, werde ich wahnsinnig. Es irritiert mich, ich habe große Probleme, mir überhaupt die Vorderseite anzuschauen. Oft kopiere ich Vorderseiten neu, damit die Rückseite leer ist. Besonders schlimm ist es bei getackerten Zettelkompositionen, ich kann dann einfach nicht weiterlesen und bin völlig abgelenkt. Die Rückseite muss dabei nicht leer sein, jedoch mit der Vorderseite in Verbindung stehen.
Vielleicht bin ich deshalb so oft im Kopierraum.
Peter Parker bekommt eine 1 mit Sternchen, Superman arbeitet nicht genau genug und Harleen Quinzel bekommt Abzug wegen eines Smilies: Klassenarbeiten von Superhelden!

Via Nerdcore
Blokey fragte nach dem perfekten Lehrerrucksack, ich nach der perfekten Lehrertasche für das Fahrrad.
Sobald das Wetter gut ist, fahre ich mit dem Rad in die Schule. Wir Hamburger definieren unser Wetter als gut, wenn draußen keine Pinguine und Eisbären herumstreunen.
Meine Kriterien für die Tasche:
- Fahrradhalterung für den Gepäckträger
- Wettergängig
- Umhängegurt (ich gehöre zur Generation Umhängetasche)
- Ein kleines Fach für persönliche Gegenstände
- Große Innentasche, diese muss nicht weiter unterteilt sein. Ein Notebook muss hineinpassen.
- Mindestens halbwegs gutes Aussehen
Mein Favorit ist momentan die Camras Tarp von Vaude in schwarz. Kennt die jemand oder kann mir ein besseres Modell empfehlen? Ich bin für alle Hinweise dankbar.
Ich bin jetzt groß.
Am Ende war dann doch alles gar nicht so schlimm und es ist sogar eine akzeptable Note herausgekommen.
Die Anstellung ist ab August per voller Stelle gesichert und bis dahin habe ich einen Lehrauftrag mit 18 Stunden.
Doch anstatt nun entspannt dem Sonnenuntergang entgegenzureiten, bin ich schon in der nächsten Planung:
- Die papierreduzierte Schultasche einführen
- überhaupt mal eine praktische Schultasche besorgen
- Die Orga auf die neuen Bedürfnisse anpassen
- Abläufe und Infrastruktur professionalisieren
- Mich in das Fach Darstellendes Spiel einarbeiten, welches ich ab Sommer unterrichten darf
- Bloggen (hüstel)
Im ganzen Trubel kommen die Feierlichkeiten eindeutig zu kurz. Das holen wir nach.
momentan läuft ein komischer Typ mit einem Haufen Karteikarten im Viertel herum. Er murmelt unverständliche Dinge von Lesekompetenz, Schülerfeedback, Fallbeispielen, szenischer Interpretation und Aufsichtspflicht. Dabei hat er einen verschrobenen Blick und läuft gern gegen Pfeiler und Wandvorsprünge.
Der tut nichts. Er will nur spielen.